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Begrenzung von Leerverkäufen
 
  Hedgeweb - FR, 25. JUL 2008
Kommentar & Analyse Nachdem man bei Einführung des ersten, auf 30 Tage begrenzten Verbotes des Leerverkaufs unter bestimmten Bedingungen von Aktien einzelner Finanzinstitute noch eine gewisse Hilflosigkeit und Panik auf Seiten der SEC unterstellen konnte, lässt einen die neuerlich Ankündigung, eventuell Regeln für den gesamten Markt einzuführen, nur mit dem Kopf schütteln.
Der SEC geht es um sogenannte marktmißbräuchliche Leerverkäufe. Wann aber ist ein Verkauf marktmißbräuchlich? Wenn ein Unternehmen unzufrieden über den Aktienkurs ist? Wenn viele der Meinung sind das Unternhmen wäre überbewertet? Warum gab es noch nie eine Beschwerde über mißbräuchliche Käufe? Wenn Kurse bestimmter Unternehmen jenseits jeder Vernunft sind, unternimmt weder die SEC etwas, noch gab es je ein Unternehmen welches den eigenen Kurs als übertrieben bezeichnet hätte.

Warum sagt die SEC also nicht worum es hier wirklich geht. Es ist politisch einfach nicht gewollt, dass neben allen anderen Problemen in der US Wirtschaft nun auch noch die Aktienkurse nachhaltig sinken, wodurch der Konsum und das Verbrauchervertrauen weiter geschwächt werden könnte.

Auch sind viele auf steigende Kurse für eine auskömmliche Altersvorsorge angewiesen. Die Überlegungen sind daher nachvollziehbar aber nicht zu rechtfertiegen.

Die SEC und Politiker sollten berücksichtigen, dass es immer wieder zu Übertreibungen nach oben und unten kommt. Wer aber, weil es gerade opportun ist, gefühlte Übertreibungen nun unterbinden möchte, begeht einen schwerwiegenden Fehler. Kurzfristig mag sich sogar der gewünschte Erfolg einstellen, aber langfristig würden die Folgen verheerend sein.

 
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