Die Anteilseigner einigten sich in der Nacht auf einen Verkauf ihrer Anteile an Österreich zu einem symbolischen Preis von €1. BayernLB mit 67 Prozent größter Anteilseigner der HGAA verzichtet zudem auf ausstehende Forderungen von €825 Mio.
Die anderen Anteilseigner, das Land Kärnten und der Versicherer Grawe müssen vor ihrem Rückzug aus der HGAA ebenfalls noch Geld zuschießen: €200 Mio. kommen von den Kärntnern, €30 Mio. von Grawe, wie Österreichs Finanzminister Josef Pröll mitteilte. Zudem stellen Österreichs Banken rund €500 Mio. an neuen Kreditlinien und Kapitalhilfen zur Verfügung.
Die HGAA, die nach hohen Abschreibungen -vor allem für Balkan-Geschäfte- mindestens €1,5 Mird. Eigenkapitalhilfe braucht, ist das sechstgrößte Finanzinstitut in Österreich.
Ohne Kapitalzuschuss wäre die HGAA insolvent, weil die Kernkapitalquote nach hohen Abschreibungen unter dem gesetzlichen Minimum von 4 Prozent läge.


